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Bäume gießen!

Im Sommer, während längerer Hitze-/Trockenperioden sollten Sie unbedingt an Ihre Obstbäume denken. Vor allem Bäume, die in den letzten Jahren gepflanzt wurden brauchen dringend Wasser.

Die ideale Wassermenge und Gießhäufigkeit unterscheidet sich nach Entwicklungsstadium. Experten empfehlen:

Junge Obstbäume (bis 3 Jahre): Sollen nicht täglich mit kleinen Mengen gegossen werden. Gießen Sie stattdessen alle 10 bis 14 Tage durchdringend mit etwa 50 Liter Wasser. Dadurch bilden die Bäume tiefere Wurzeln, die Trockenperioden besser überstehen.

Ausgewachsene Obstbäume: Haben ein tieferes Wurzelwerk, benötigen aber vor allem während der Blüte, der Fruchtbildung und bei anhaltender Trockenheit zusätzliche Wassergaben. Bei großer Hitze können bis zu 100 Liter am Tag verdunstet werden.

Die richtige Gießtechnik: Wässern Sie nicht nur direkt am Stamm, sondern im gesamten Kronenbereich. Zusätzliches Mulchen mit Rasenschnitt oder Holzhäckseln schützt den Boden vor dem Austrocknen.

Mehr als ein Drittel der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland sind gefährdet, und die Biodiversität nimmt rapide ab.

 

Aktueller Zustand der Artenvielfalt

In Deutschland sind über 72.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten heimisch, von denen etwa 40 % auf ihre Gefährdung hin untersucht wurden. Fast ein Drittel dieser Arten gilt als bestandsgefährdet, und rund 3 % gelten bereits als ausgestorben. Besonders betroffen sind Reptilien (69 % gefährdet), Amphibien (50 % gefährdet), viele Insektenarten wie Ameisen (52 %), Bienen (48 %) und Tagfalter (41 %) sowie Süßwasserfische (42 %). Auch Vögel und kleine Säugetiere wie der Feldhamster sind stark rückläufig.

 Ursachen des Artensterbens

Die Haupttreiber des Artensterbens in Deutschland sind:

  • Lebensraumverlust durch intensive Landwirtschaft, Monokulturen und Urbanisierung
  • Übernutzung natürlicher Ressourcen wie Überfischung und Abholzung
  • Klimawandel, der Lebensräume verändert und extreme Wetterereignisse verstärkt
  • Umweltverschmutzung, insbesondere durch Pestizide, Stickstoffeinträge und Schadstoffe
  • Invasive Arten, die heimische Arten verdrängen und Ökosysteme destabilisieren

Folgen für Ökosysteme und Menschen

Der Rückgang der Artenvielfalt gefährdet stabile Ökosysteme, die für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung von Pflanzen und Luftqualität essenziell sind. Ein Verlust einzelner Arten kann Kettenreaktionen auslösen, die das gesamte Ökosystem beeinträchtigen und langfristig auch die menschliche Existenz bedrohen.

Positive Entwicklungen und Schutzmaßnahmen

Trotz der alarmierenden Zahlen gibt es auch Erfolge im Artenschutz. Beispielsweise wurden 2022 in der Nordsee 2.290 erwachsene Kegelrobben gezählt. Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umfassen:

  • Schutz und Wiederherstellung von Lebensräumen, z. B. Moore, Feuchtgebiete und artenreiche Wiesen
  • Reduktion von Pestiziden und chemischen Belastungen
  • Förderung von ökologischer Landwirtschaft
  • Bekämpfung invasiver Arten
  • Politische Initiativen wie die Artenschutzkonferenz 2022, die den Schutz der Artenvielfalt auf nationaler und internationaler Ebene stärkt

Fazit

Das Artensterben in Deutschland ist drastisch und beschleunigt, vergleichbar mit einem Massenaussterben. Über ein Drittel der Arten ist gefährdet, und viele Lebensräume befinden sich in einem schlechten Zustand. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass gezielte Schutzmaßnahmen und gesellschaftliches Engagement die Biodiversität stabilisieren und teilweise wiederherstellen können. Jeder kann durch Artenschutz im Alltag, wie naturnahe Gärten, Verzicht auf Pestizide oder Unterstützung von Schutzprojekten, einen Beitrag leisten.

Text: U.Weiß, KI